Das Gewehr Mauser Modell 98 im Kaliber 8 x 57 mm IS ...
… mit der Waffennummer 6909 wurde 1916 in den Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken Berlin gefertigt. Es handelt sich um eine auf ihre Weise besondere und einzigartige Waffe. Die zahlreichen Stempelungen, Beschusszeichen und Anpassungen belegen eine bewegte Einsatzgeschichte dieses Exemplars: Gefertigt im Kaiserreich, eingesetzt im Ersten Weltkrieg, geführt in der Reichswehr der Weimarer Republik und wieder eingesetzt in der Deutschen Wehrmacht des Dritten Reiches im Zweiten Weltkrieg, zuletzt beschossen für eine Verwendung in der Bundesrepublik Deutschland. Dieses Gewehr spiegelt 110 Jahre deutsche Geschichte in vier verschiedenen staatlichen Verfassungen wider. Gebrauchsspuren sind daher obligatorisch. Nur diese beispiellos solide Fertigung des Mauser-Gewehrs 98 konnte eine derart lange und erfolgreiche Einsatzgeschichte dieser Kriegswaffe ermöglichen. Die Waffe ist nicht nummerngleich. Gesamtlänge: 125 cm.
Lauf
72,5 cm Länge, stumpf, jedoch klares Zug-Feld-Profil, Brünierung relativ gut erhalten, Beschusszeichen aus Kaiser Reich, Weimar, Drittes Reich und Bundesrepublik
Visiereinrichtung
das flache Schiebevisier mit V-Kimme zeigt eine Einteilung bis 2.000 m und ersetzte in der 1930er-Jahren das veraltete Kurvenvisier des 1. WK; Pyramidenkorn
Verschluss
Kammerverschluss läuft glatt und ohne Spiel, System Mauser 1898 aus Edelstahl, Brünierung wolkig marmoriert, Kammerstängel gerade, festes Kastenmagazin für 5 Schuss, Ladestreifenbefüllung von oben
Schaft
aus dunkelbraunem Nussbaumholz mit gleichmäßiger, längsgestreifter Maserung, die nach hinten auslaufenden Enden der Schulterstütze wurden fachmännisch ausgebessert, der Handschutz wurde wahrscheinlich später und in Ermangelung von Nussbaumholz im Krieg durch einen Handschutz aus Buchenholz ersetzt; ansonsten wenig Gebrauchsspuren
Beschlag
Vorderschaft 14 cm hinter der Mündung durch eine stabile Oberring-Hülse gefasst, mit der Haltevorrichtung für das Bajonett, Gewehrstock und Riemenöse; Unterring um Handschutz und Vorderschaft, Riemenöse, beide Ringe mit Federklammer, Handschutz am hinteren Ende mit Metallfassung; Abzugsschutzbügel und Fassung des Magazinschachtes bilden eine robuste Einheit und sind mit dem Schachtdeckel fest verschraubt; Kolben mit Eisenkappe und doppelt verschraubter Riemenöse an der Unterseite hinter dem Griffstück
Zubehör
- verstellbarer Original-Lederriemen, Schnellbefestigungspange mit Federstift
- Mündungsschutz mit Klappe
Kurze historische Bewertung
Die Entwicklung des Gewehres begann bereits Ende des 19. Jahrhunderts durch die Gebrüder Mauser in Oberndorf am Neckar. 1898 wurde die Waffe standardisiert und in das deutsche Heer eingeführt, daher auch der Name: G(ewehr) 98. Unterschiedliche Hersteller deckten den Rüstungsbedarf. Zehn Jahre später wurde eine neue, kürzere Variante hergestellt, die sich auch für andere Aufgaben eignen sollte. Sie war ein Kompromiss zwischen Leistung, Tragbarkeit und Handlichkeit. Das Modell Mauser 98 überzeugte durch einen hervorragend konstruierten, robusten Drehzylinderverschluss mit zwei vorne liegenden und einer rückwärtigen Verriegelungswarze.
Mit dem Modell 98 (Gewehr 98) war die Infanterie des deutschen Heeres während des Ersten Weltkrieges ausgerüstet. Die Kavallerie, Pioniere und sonstige Spezialtruppen verwendeten den Karabiner 98. Der Karabiner 98k wurde in der Reichswehr und ab 1935 von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg verwendet.
|
Copyright (c) 2002-2026 eGun GmbH Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. • Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern. • Mit der Benutzung dieser Seite erkennen Sie unsere AGB und unsere Datenschutzerklärung an. |