Auf den ersten Blick wirkt dieses bemerkenswerte Stück wie das typische Radschloss einer barocken Müllerbüchse. Bei näherer Betrachtung fallen einige ungewöhnliche Details auf: Wo ursprünglich der Radschloss-Hahn mit eingespanntem Pyrit saß, wurde ein Steinschloss-Hahn mit Flint montiert. Der Schiebedeckel über dem Rad wurde gegen einen Pfannendeckel mit Batterie ausgetauscht. Dabei hat der Büchsenmacher die komplizierte Mechanik des Radschlosses keineswegs entfernt. Die alten Bauteile einschließlich Rad, Feder und Kette sind alle noch an ihrem Platz. Wahrscheinlich könnte man das Radschloss problemlos in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Warum der der Besitzer seine Waffe derartig aufwendig hat umbauen lassen, kann ich nicht beurteilen. Das Steinschloss jedenfalls funktioniert einwandfrei mit Lade- und Spannrast und sprüht ordentlich Funken. Das Schloss ist rund 25 cm lang und "überstabil" gebaut; es wiegt fast 1 kg. Ein außergewöhnliches Sammlerstück in unverändertem Originalzustand!


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