Mit diesem Set möchte ich gezielt den Sammler und Liebhaber der schweizerischen Gewehrfamilie Schmidt-Rubin ansprechen. Denn ich biete hier einen S-R-Karabiner „K11“ mit vielen Original-Zubehörteilen: Lederriemen, Mündungsschoner, Bajonett mit Leder-Koppelschuh, Leder-Patronentasche, 4 Laderahmen, 6 Exerzierpatronen im Laderahmen. Trotz ihres Alters ist diese Waffe insgesamt in einem guten Erhaltungszustand und schießt sehr präzise, denn sie ist nur wenig beschossen.

Der Karabiner mit der Waffennummer 71361 ist nummerngleich mit dem Verschluss. Die Gesamtlänge beträgt 110 cm. Die Waffe ist unverändert im Originalzustand, die Brünierung der Verschlussbrücke und der Beschlagteile ist in befriedigendem Zustand. Der Karabiner hat einen deutschen Beschuss. Die S-R-Karabiner Modell 1911, gefertigt für die Gebirgsjägertruppe und berittene Einheiten, zeichnen sich durch außergewöhnliche Genauigkeit aus und wurden mit ausgezeichneter Handwerkskunst zwischen 1913 und 1919 in der Eidgenössischen Waffenfabrik Bern gefertigt. 

Interessenten können mir gerne einen alternativen Preisvorschlag machen.

Lauf                            

blank, Felder schaftkantig

Schiebevisier

mit V-Kimme zeigt eine Einteilung bis 300 bis 1500 m, ist vor dem Patronenlager auf den Lauf gearbeitet und kunstvoll in den Handschutz eingelassen; Balkenkorn mit stabilen Schutzbacken

Geradezugverschluss

läuft einwandfrei und ist blank poliert, Schlagbolzenfeder stramm, 6-Schuss-Magazin herausnehmbar

Schaft

aus rotbraunem Nussbaumholz, Vorderschaft und Handschutz laufen 7 cm vor der Laufmündung aus; beidseits Griffrillen unterhalb des Patronenlagers; Gebrauchsspuren

Beschlag                     

Vorderschaft und Handschutz sind an der Mündung durch einen Oberring mit Scharnier gefasst, der an der Unterseite einen Zusammensetzdorn und die Befestigungswarze für das Bajonett aufweist; Mittelring mit Haken an der linken Seite; den Magazinschacht umfasst eine Metallrahmung, die nach hinten in den Abzugsschutzbügel übergeht; Kolben mit Kappe aus Eisen (Korrosionsnarben) sowie Ausnehmung mit Befestigungsstange für die Riemenklammer auf der linken Seite; alle Beschlagteile sind mit dem Schweizer Kreuz gestempelt. 

Zubehör                      

Kurze Historie

„Schmidt-Rubin“ ist die Bezeichnung für ein Gewehrsystem der Schweizer Armee. Das Infanteriegewehr 1889 des Schweizer Konstrukteurs Rudolf Schmidt löste ab 1889 das Vetterli-Gewehr ab. Die dazugehörige Patrone 7,5x53,5mm GP90 und die weiterentwickelte 7,5x55mm Swiss (GP 11) entwickelte Eduard Rubin. So kam die Bezeichnung Schmidt-Rubin zustande.

Das hervorstechendste Merkmal dieses Gewehrtyps ist der Geradezugverschluss, der ähnlich dem System Mannlicher das Nachladen mit einer zwar kräftigen, aber schnellen Zug-Stoss-Bewegung ermöglicht. Die Tatsache, dass die Schweiz während beider Weltkriege neutral blieb, stellte sicher, dass sie im Durchschnitt in einem weitaus besseren Zustand sind als die Gewehre anderer europäischer Nationen aus diesem Jahrgang. Die Karabiner mit dem kurzen Lauf wurden für die Gebirgsjägertruppe und berittene Einheiten hergestellt. 

Die Schmidt-Rubin Repetiergewehre und Karabiner als persönliche Waffe der Schweizer Armee wurden ab 1959 durch das Sturmgewehr 57 abgelöst.

 




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