Finnischer Mosin Nagant "Puolustuslaitos“ von 1942 / Sowjetische Beutegewehre M1891
Hergestellt von der Firma Tikka
Der AZF-Stempel auf dem Gehäuse bedeutet Artillerie-Zeugs-Fabrik und beweist, dass diese Waffe als russisches M1891 im 1. Weltkrieg in österreichische Beute kam!
Von der Roten Armee erbeutetes Gewehr, das 1941/1942 die finnischen Depots durchlief.
Aktueller Deutscher Nachkriegs Beschuss von 1982
Verkauf an: Jäger , Sammler ,Sportschützen, Händler und Exportkunden !
Der Begriff „Puolustuslaitos“ auf einem finnischen Mosin-Nagant bezeichnet eine extrem seltene Eigentumsstempelung des finnischen Verteidigungsministeriums, die im Jahr 1942 nur für etwa zwei bis drei Monate verwendet wurde. Gewehre mit dieser Markierung gehören zu den begehrtesten und wertvollsten Sammlerstücken unter den Mosin-Nagant-Varianten.
Bedeutung und HintergrundDer Begriff: Puolustuslaitos ist finnisch und bedeutet übersetzt „Verteidigungsministerium“ oder „Verteidigungswesen“.Der Zeitraum: Die Stempelung wurde zu Beginn des Fortsetzungskrieges Anfang 1942 (etwa von Januar/Februar bis April/Mai) genutzt.Die Ersetzung: Da das Ausschreiben des langen Wortes auf den Laufwurzeln für die Massenproduktion zu unpraktisch war, wurde der Stempel rasch durch das bekannte „SA im Kasten“ (Suomen Armeija = Finnische Armee) ersetzt.Welche Gewehre tragen diesen Stempel?Der Stempel ist nicht auf ein einzelnes Modell beschränkt, sondern findet sich auf verschiedenen Gewehren, die zu dieser Zeit in den finnischen Arsenalen verarbeitet oder erbeutet wurden:Finnische M39 Gewehre („Ukko-Pekka“): Einige der ersten Produktionsserien des berühmten finnischen Modells M39 (oft von SAKO oder VKT hergestellt) erhielten diesen Stempel auf dem Patronenlager. Diese frühen Modelle besitzen häufig noch den geraden Vorderschaft (ohne Pistolengriff).Sowjetische Beutegewehre (M91/30): Von der Roten Armee erbeutete Gewehre, die 1941/1942 die finnischen Depots durchliefen, wurden ebenfalls mit dem Schriftzug versehen.Ältere M91 Infanteriegewehre: Auch ältere, von Werken wie Tikkakoski (Tikka) neu belaute Gewehre aus dieser Zeit tragen vereinzelt diese Markierung.Typische Begleitstempel auf diesen WaffenWenn Sie einen echten „Puolustuslaitos“-Nagant vor sich haben, finden Sie meist eine Kombination folgender Stempel auf der Laufwurzel:PUOLUSTUSLAITOS: In klaren Blockbuchstaben eingeschlagen.[SA]: Das spätere finnische Armee-Eigentumszeichen, da viele Waffen nachträglich oder zusätzlich gestempelt wurden.D: Ein wichtiger finnischer Stempel, der anzeigt, dass das Patronenlager für die Verwendung der schweren finnischen und erbeuteten sowjetischen D-Patrone (7,62×54mmR mit schwerem Projektil) modifiziert wurde.Herstellerlogos: Zum Beispiel das Zahnrad-Logo von SAKO, das Dreieck von Tikkakoski oder das VKT-Logo.Besitzen Sie ein solches Gewehr oder sind Sie auf der Suche nach einem bestimmten Modell? Ich kann Ihnen gerne dabei helfen, weitere Stempelungen zu entschlüsseln oder die genaue Geschichte Ihres Modells zu bestimmen.
Dieses Gewehr mindestens 3 Kriege mitgemacht. Den 1. WK, den Winterkrieg und den 2. WK. Vielleicht sogar noch den Russisch-Japanischen Krieg von 1904-05. Das originale Baujahr finden Sie unter der Bohrung der hinteren Systemschraube beim Zerlegen, eingestempelt in den Stahl. Das alte M1891, welches im Kriege 14-18 als "Russe" in österreichische Beute gelangte, danach an das Silvester '17/18 von Lenin in die Freiheit entlassene Großfürstentum Finnland abgegeben war, von den Finnen 1942 einen neuen Lauf mit dem Eigentumsstempel SA (Suomen Armeija/Finnische Armee) bekam und fortan an der Seite Deutschlands gegen Russland ins Felde zog. Finnland hoffte, die durch Russland nach den Russisch-Finnischen Winterkrieg 1939/40 geraubten Gebiete dadurch wiederzuerlangen.
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