Sie bieten auf ein Schnittmodell der Spr Patrone aus dem 1. Weltkrieg. Sie wurde 1917 von der staatlichen Gewehrprüfungskommission in der königlichen Munitionsfabrik SPANDAU entwickelt und bis Ende 1918 gefertigt. Sie besitzt keine äußerlichen Kennzeichen und ist nur an dem dreiteiligen Bodenstempel zu identifizieren. Entwickelt und eingesetzt wurde sie zur Abwehr feindlicher Beobachtungsballone und Luftschiffe. Sie unterlag der Geheimhaltung und Unterlagen durften nicht in den deutschen Flugzeugen mitgeführt werden oder in den Schützengräben gelangen. Das dünnwandige Geschoss beinhaltet einen Abschlusspfropfen aus Blei und davor einen kurzen lose einliegenden Bleikern. Der Geschossmantel ist mit einer 1,5 mm großen Bohrung versehen, die zugelötet ist und vom Hülsenhals der Patrone verdeckt wird. Das Geschoss ist mit weißem Phosphor gefüllt. Bei Fertigungen 1917 war der lose Kern zylindrisch gestaltet und hatte vier erhabene Rippen in Längsrichtung an der Außenseite. Dadurch sollte ein Anliegen und ein eventuelles Verschließen des Austrittsloches verhindert werden. Ab Februar 1918 war dieser Kern würfelförmig. Funktionsweise des Geschosses: Beim Abschuss schmilzt durch die Reibungshitze die Verlötung des Austrittsloches. Phosphor tritt aus und entzündet sich an der Luft. Das Geschoss zieht eine Rauchspur hinter sich her. Durch die Erhitzung des Geschosses verflüssigt sich der Phosphor (Schmelzpunkt 44,5° C). Der lose Bleikern "schwimmt" dadurch im flüssigen Phosphor wird aber durch das Beharrungsvermögen auf dem Geschossboden gehalten. Trifft das Geschoss auf ein Ziel, verformt sich der Mantel und der lose Kern schleudert nach vorne. Der Innendruck erhöht sich dadurch derart, dass der Mantel aufplatzt. Das brennende flüssige Phosphor wird verspritzt und entzündet brennbares Zielmaterial. Auf einer Ballonhülle brennt es in Sekundenschnelle ein Loch von ca. 60 cm Durchmesser. Diese Beschädigung reicht zur Zerstörung selbst eines mit unbrennbarem Helium gefüllten Ballons aus.. Weiteres siehe Fotos sie zeigen den Gegenstand dieser Auktion. Privatverkauf aus Sammlungsauflösung.


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