Hergestellt von Milbro (Millard Brothers), und unter vielen Markennamen verkauft, darunter Umarex, Uma, Perfecta. Hierbei handelt es sich um eine Umarex mit F-Stempel. Hierzulande war sie nicht so verbreitet. Dafür hatten wir unser eigenes Scheusal aus gestanztem Blech mit glattem, wackeligen Lauf: Die Diana LP2. Im Grunde ist die SP50 auch nichts weiter als eine LP2 in neuer Aufmachung: Das System der SP50 ist eingehüllt in einen dicken Rahmen aus Zinkdruckguss. Der liegt immerhin ganz gut in der Hand.
Dies ist in meinen Augen eine reine Waffe für Sammler. Was nicht unbedingt heißen soll, dass der Sammelwert besonders hoch ist: Diese Pistolen wurden billig und in rauen Mengen von den 50ern bis in die 80er hergestellt. Vielmehr will ich zum Ausdruck bringen, dass hier NUR Sammler oder vielleicht Nostalgiker zuschlagen sollten. Der Schießspaß hält sich arg in Grenzen, aufgrund des umständlichen Ladevorgangs und der hundsmiserablen Genauigkeit. Nicht nur bei diesem Exemplar, sondern bei dem Modell an sich, sowie allen Modellen dieser Bauart.
Funktionsweise: Man drückt von vorn gegen den Lauf, und schiebt diesen bis zum Anschlag in den Rahmen hinein. Dadurch wird zum einen die Feder gespannt, und hinten kommt der Verschluss zum Vorschein, in den man das Geschoss seiner Wahl einführt. Dafür muss man zunächst noch einen Stößel herausschrauben, mit dem man das Geschoss hineindrückt, und dann wieder zuschrauben. Da man beim Spannen der Feder keinerlei mechanischen Vorteil hat, erweist sich das normalerweise auch als ziemlich unangenehm, wenn man dies ohne Zuhilfenahme einer festen Unterlage tut, auf die man sich stemmen kann. Da die Feder bei diesem Exemplar aber nicht ganz taufrisch ist (geschätzt so 3/4 der Stärke einer neuen Feder), kann man auch mit dem Handballen gegen den Lauf drücken, ohne sich wehzutun. Beim Schuss schnellt der Lauf wieder hervor, was der inheränten Ungenauigkeit des Glattlaufes noch weiter schadet. Immerhin bietet sich durch den glatten Lauf die Verwendung von Federbolzen an. Die sind aber auch nicht viel weniger ungenau als Diabolos.
Zustand: Die äußere Oberfläche ist noch fast komplett erhalten. Lediglich am Griff ist sie minimal abgegriffen, so dass der Zinkguss ein klein bisschen zum Vorschein kommt (Aufgrund der Lichtreflektion leider nicht auf dem Bild zu erkennen). Die Feder ist wie gesagt schon ein bisschen Schwächer, was aber kein wirkliches Problem darstellt. Wozu braucht man Reichweite, wenn man eh nichts trifft?
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Und zu guter Letzt, wie immer: Es handelt sich hierbei um einen Verkauf unter Privatleuten. Es besteht daher prinzipiell kein Anspruch auf Rückgabe, Widerruf, Preisnachverhandlung. Ich lasse allerdings mit mir reden, besonders wenn ich einen offensichtlichen Fehler gemacht habe. Das kann ja auch mal passieren. Also nicht gleich reflexartig eine schlechte Bewertung schreiben, sondern erstmal mich anschreiben.
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